Engagiere dich gegen den weltweiten Menschenhandel

Krimineller Menschenhandel wird schon seit Jahrhunderten weltweit betrieben. Die Beschaffungsmärkte liegen meist Entwicklungsländern und dritte Welt Ländern und seit dem Fall der Mauer auch im ehemaligen Ostblock. Ein Großteil der entführten Menschen werden in die Länder der Ersten Welt bzw. der westlichen Welt verschleppt. Mit der zunehmenden Globalisierung wird das Thema Menschenhandel immer ernster und es wird dringend Zeit etwas dagegen zu tun. Aktiv oder passiv.

Junge Kinder aus dem Iran

Laut der IOM (Internationale Organisation für Migration) werden jährlich 500.000 Kinder und junge Frauen aus Ost- und Mitteleuropa nach Westeuropa verschleppt. Neben den Schätzungen des IOM gibt es noch weitere Organisationen. Diese Schätzung liegen jedoch ebenfalls zwischen 120.000 und 200.000 pro Jahr.

Neben der Prostitution Erwachsener ist die Kinderprostitution eine besondere „Begleiterscheinung“ des Sextourismus. Schätzungen der UNICEF zufolge sind weltweit ca. 3 bis 4,6 Millionen Jugendliche (unter 18 Jahren) und Kinder Opfer von Kinderprostitution. Die ILO schätzt die Zahl der betroffenen Sechs- bis Vierzehnjährigen weltweit auf mindestens 1 Million. Besonders hoch ist der Anteil der Kinderprostitution auf den Philippinen. Für Pädophile ist Sextourismus ein Weg ihre „Neigung“ vermeintlich frei von der Gefahr einer Strafverfolgung, weit weg von den heimischen Behörden, auszuüben. Manche Männer verlangen gezielt nach jungen Mädchen, weil sie bei diesen irrigerweise eine geringere Gefahr der Infizierung mit HIV vermuten. Die Mädchen, die dabei missbraucht und zur Prostitution gezwungen, also vergewaltigt werden, stammen meist aus armen ländlichen Regionen. Die missbrauchten Mädchen in den thailändischen Clubs stammen beispielsweise oft aus den nördlichen Landesteilen („Bergvölker“), Myanmar oder der chinesischen Provinz Yunnan und werden von ihren Familien an Bordelle und Agenturen verkauft.

Ein für Kinderprostitution bekannter Nachtclub in Thailand

Ein für Kinderprostitution bekannter Nachtclub in Thailand

In Bangkok suchen Mitarbeiter des Kinderschutzzentrums in Bordellen nach minderjährigen Prostituierten, um sie zu befreien. Neue gesetzliche Regelungen in Europa ermöglichen eine Strafverfolgung, auch wenn der Kindesmissbrauch im Ausland stattfand. Dies ermutigt Hilfsorganisationen Hinweisen auf ausländische Sextouristen nachzugehen. Die Zahl der wegen Kindesmissbrauchs inhaftierten Touristen nimmt seit dem Ende der 1990er Jahren auch deshalb deutlich zu.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sextourismus